fairTV-Internetforum

Der Herr der Zahlen: Mein Amt beim neu gegründeten fairTV e.V.

Es gibt Tage, die bleiben. Ausgerechnet am Tag der Deutschen Einheit ist hier in Leipzig ein Verein aus der Taufe gehoben worden, der mir am Herzen liegt: der fairTV e.V. - Interessenverband für faire TV-Produktionen in Deutschland. Und ich darf von Beginn an mit dabei sein, sogar in doppelter Funktion.

Die Gründungsversammlung hat mich heute zum Schatzmeister gewählt. Ab sofort bin ich also für die Finanzen des jungen Vereins verantwortlich - der Herr der Zahlen, wenn man so will. Wer mich kennt, weiß: Eine saubere Buchführung und der wache Blick auf jeden Posten sind mir kein lästiges Pflichtprogramm, sondern liegen mir tatsächlich im Blut. Ein Verein, der für faire Vergütung streitet, sollte schließlich auch im eigenen Haushalt mit gutem Beispiel vorangehen.

Darüber hinaus hat man mir aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im Erstellen von Webseiten den Aufbau und die Administration des Vereinsauftritts anvertraut. Eine Aufgabe, auf die ich mich besonders freue. Denn ein Verband lebt heute auch davon, sichtbar zu sein, Informationen zu bündeln und seinen Mitgliedern eine digitale Heimat zu geben. Genau die will ich Stück für Stück aufbauen.

Worum es fairTV geht

Der Verein versteht sich als Interessenvertretung selbstständiger und freier Film- und Fernsehschaffender. Im Mittelpunkt stehen bessere Arbeits- und Vergütungsbedingungen - gerade für die vielen Soloselbstständigen, die das tägliche Programm überhaupt erst möglich machen, in der öffentlichen Wahrnehmung aber oft unsichtbar bleiben.

Laut Satzung haben wir uns unter anderem vorgenommen:

  • die Förderung von Kunst, Kultur und Volksbildung
  • die Förderung des beruflichen Nachwuchses in TV-, Film- und Medienberufen
  • das Werben für gesellschaftliche Akzeptanz einer angemessenen, mindestens existenzsichernden Vergütung
  • die Wahrung der beruflichen und wirtschaftlichen Interessen unserer Mitglieder gegenüber Sendern, Produktionsfirmen, Politik und gesetzgebenden Körperschaften
  • die allgemeine Verbesserung der Arbeits- und Vergütungsbedingungen für selbstständige Kreative
  • die unabhängige Bewertung von Produkten und Produktionsstandorten nach handwerklichen, künstlerischen und fairen Kriterien

Mein Blick nach vorn

Wir starten zunächst hier in Mitteldeutschland, mit konkreten Werkzeugen und vor allem mit dem, was uns am stärksten macht: Solidarität unter Kolleginnen und Kollegen. In den vergangenen Jahren ist still und heimlich zur Normalität geworden, was eigentlich keine sein dürfte - längere Arbeitstage ohne Ausgleich, stagnierende Honorare, ein schleichender Verlust an Wertschätzung für unsere Arbeit. Dem wollen wir etwas entgegensetzen. Nicht mit lauten Parolen, sondern mit guten Argumenten, verlässlichen Zahlen und dem regelmäßigen Gespräch untereinander.

Für meinen Teil sorge ich dafür, dass die Kasse stimmt und dass dieser Verein im Netz eine Stimme bekommt. Es gibt viel zu tun. Packen wir es an.